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6. April 2017 - Während der letzten zwei Jahre nutzt Munich Aerospace-Stipendiat Michael Schmidt sein Sonderbudget für mehrere Reisen in die USA: Er forscht an der UC Berkeley und präsentiert seine Ergebnisse auf internationalen Konferenzen.

 

 

Teilnahme am SAE AeroTech Congress in Seattle

 

Im September 2015 wird Schmidts Paper über „Novel Aircraft Ground Operation Concepts Based on Clustering of Interfaces” im Peer-Review-Verfahren für den SAE AeroTech Congress in Seattle akzeptiert. Nach einem elfstündigen Flug zeigt sich Seattle Ende September von seiner sonnigen Seite. Neben interessanten Präsentationen und Vorträgen auf dem SAE Congress bleibt noch Zeit für die Erkundung der Stadt sowie Besuche im Museum of Flight und dem Boeing-Werk in Everett.

 

 

Ein neues Abenteuer: Forschungsaufenthalt in Berkeley

 

Von Seattle aus geht es für Michael Schmidt direkt weiter nach San Francisco zu einem zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der University of California Berkeley. Dort arbeitet er zusammen mit Prof. Mark Hansen vom Civil Engineering Department zum Thema Reduzierung von Flugverspätungen. Fruchtbare Diskussionen beim morgendlichen Kaffee geben ihm neue Ideen für Problemlösungen in seiner Forschung.

 

Unterwegs in der Sierra Nevada

 

Die vielfältigen Möglichkeiten, die dynamische Startup-Kultur zu erkunden, entschädigen für die hohen Lebenshaltungskosten in San Francisco. Ein Road Trip auf dem Highway 1 nach Los Angeles mit Stopps in den Nationalparks und entlang der Küste ist eine willkommene Abwechslung vor der Rückkehr nach München im Dezember. 

 

 

Paper-Präsentation in San Diego

 

Bereits einen Monat später präsentiert Michael Schmidt sein Paper zu „PAXelerate - An Open Source Passenger Flow Simulation Framework for Advanced Aircraft Cabin Layouts” auf dem 54. AIAA Aerospace Sciences Meeting in San Diego. Nach einer ungeplanten Übernachtung in Philadelphia, kommen Schmidt und Christoph Schinwald, Kollege im Aviation Management-Team und ebenfalls Munich Aerospace-Stipendiat, mit 24 Stunden Verspätung in San Diego an und schaffen es gerade noch rechtzeitig zu ihrem Vortrag. Mit über 3.000 Teilnehmern bietet die Konferenz eine spannende inhaltliche Bandbreite. Mit starken Stürmen und Überflutungen zeigt sich Kalifornien im Januar nicht von seiner besten Seite. Umso überraschender, dass sich der berühmte Hoover Dam und Grand Canyon während eines Road Trips wüstenhaft und teils schneebedeckt präsentieren.

 


55. AIAA Aerospace Sciences Meeting in Dallas

 

Bei der Folgeveranstaltung ein Jahr später in Dallas hat Michael Schmidt die Gelegenheit, seine jüngsten Forschungsfortschritte und die zentralen Ergebnisse seiner Dissertation vorzustellen. Sein Vortrag über „Boarding and Turnaround Process Assessment of Single- and Twin-Aisle Aircraft” behandelt mehrere Aspekte der aktuellen Diskussion in der Luftfahrtbranche zu zukünftigen Flugzeugentwürfe. Darüber hinaus bleibt noch Zeit, den texanischen „Way of Life“ kennenzulernen: Tex-Mex-Küche und Rodeo gehören hier zum Alltag, ebenso wie schwere Unwetter aufgrund der Nähe zur sogenannten „Tornado Alley“.

 

Abends in Grapevine, einer Vorstadt von Dallas
 

Die US-amerikanischen Luftfahrtkonferenzen bieten die Möglichkeit, mit Forschern aus aller Welt in Verbindung zu treten und Einblicke in die meist diskutierten Themen der Branche zu erhalten. Neben traditionellen Fachrichtungen wie Aerodynamik und Struktur finden sich auf den Konferenzen auch Vorträge zu alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten wie etwa dem Hyperloop.