Global Aerospace Campus kommt in Bayern und Oberösterreich zusammen

Im Zuge der RLS Sciences Overall Conference 2026 kamen vom 14. bis 19. Juni in München und Linz internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler u.a. aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt zusammen, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte anzustoßen. Als Leiter der Arbeitsgruppe „Global Aerospace Campus“ war Munich Aerospace maßgeblich an den Aktivitäten der einwöchigen Konferenz beteiligt und nutzte die Veranstaltung, um den internationalen Austausch innerhalb des Netzwerks weiter voranzutreiben.

Der RLS-Global Aerospace Campus ist eine von fünf Arbeitsgruppen des Regional Leaders Summit (RLS), einem Forum, das sieben regionale Regierungen umfasst: Bayern (Deutschland), Georgia (USA), Québec (Kanada), São Paulo (Brasilien), Shandong (China), Oberösterreich (Österreich) und Western Cape (Südafrika).

Im Rahmen des RLS nutzt RLS-Sciences die besondere Zusammensetzung und die Stärken des RLS-Netzwerks, um die wissenschaftliche Forschung innerhalb der RLS-Regionen sowie zwischen ihnen zu unterstützen. Ziel ist es, akademische, wissenschaftliche und technologische Austauschprozesse zu fördern sowie die Initiierung multilateraler Forschungsprojekte voranzutreiben.

RLS Sciences Overall Conference 2026

Alle zwei Jahre stattfindende Konferenzen stärken das RLS-Sciences Netzwerk und fördern die Zusammenarbeit sowohl der sieben Regionen als auch der einzelnen Arbeitsgruppen. Die diesjährige RLS Sciences Overall Conference fand Mitte Juni in Bayern (München) und Oberösterreich (Linz) statt und stand im Zeichen ihres zehnjährigen Bestehens.

Vier Tage intensiver Diskussionen, neuer Ideen und persönlicher Begegnungen machten die Konferenz zu einem besonderen Ereignis für das gesamte Netzwerk. Knapp 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen sieben RLS-Regionen kamen zusammen, um auf die Erfolge des Netzwerks der vergangenen zehn Jahre zurückzublicken, das zehn-jährige Jubiläum zu feiern und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Munich Aerospace war als Leiter der Projektgruppe „Global Aerospace Campus“ maßgeblich an den Aktivitäten der Konferenz beteiligt und nutzte die Veranstaltung, um den internationalen Austausch innerhalb des Netzwerks weiter voranzutreiben.

Am Sonntag, den 14. Juni 2026, begann die Konferenz mit hochkarätigen Impulsen zum zunehmend wichtigen Thema Resilienz. Prof. Dr. Klaus Schilling vom Zentrum für Telematik e.V. beleuchtete die Rolle von Kleinsatelliten für resiliente und sichere Infrastrukturen. Prof. Dr. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, gab wertvolle Einblicke in die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für Prävention und Risikomanagement und präsentierte dem Publikum fünf zentrale Botschaften zu diesem Themenfeld.

Am Montag fanden in der Katholischen Akademie in München parallele thematische Sitzungen der einzelnen Forschungsgruppen statt. In der Gruppe des Global Aerospace Campus standen zunächst Updates aus allen Regionen auf dem Programm. Anschließend rückte der neue Global Aerospace Campus Onlinekurs „AI in Aerospace“ in den Mittelpunkt. Dabei wurden sowohl die programmatische Ausrichtung als auch die inhaltlichen Schwerpunkte des Kurses vorgestellt. Am Nachmittag standen die bayerische Luft- und Raumfahrtlandschaft sowie ihre Innovationskraft im Mittelpunkt. In der Session „Promoting Innovation and Talent in Aerospace in the Munich Area“ wurden erfolgreiche Ansätze zur Förderung von Innovation und Fachkräften vorgestellt und diskutiert. Anschließend wurde das zehn-jährige Jubiläum von RLS Sciences in festlichem Rahmen gefeiert.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Exkursionen. Die Aerospace-Gruppe machte sich auf den Weg zum TUM Campus in Garching, um verschiedene Lehrstühle zu besichtigen. Anschließend ging es mit dem Bus weiter nach Linz, wo der zweite Teil der Konferenz stattfand. Unterwegs legten wir einen Stopp bei der Firma FACC ein, wo wir spannende Einblicke in die Entwicklung und Fertigung von Composite-Leichtbaustrukturen für die Luft- und Raumfahrt erhielten. Das Programm in Linz begann anschließend mit einem gemeinsamen traditionellen oberösterreichischen Abendessen im Biergarten.

Am Mittwoch starteten wir den Tag mit einem Workshop zur Weiterentwicklung des Global Aerospace Campus. Anschließend kamen alle Teilnehmenden zusammen, um mehr über Smart Agriculture in den sieben Regionen zu erfahren. Am Nachmittag besuchten wir das Wasserstoff-Forschungsinstitut sowie den Campus Wels der Fachhochschule Oberösterreich.

Beim Abschlussempfang im Landhaus Linz gratulierte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer RLS Sciences zum Jubiläum und griff erneut das Thema Resilienz auf. Er betonte die Bedeutung einer regionsübergreifenden Zusammenarbeit, um Fortschritt und Innovation in den Forschungsschwerpunkten von RLS Sciences voranzutreiben – darunter auch das neue Themenfeld „Precision Agriculture“.

Es war großartig, so viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen sieben RLS-Regionen bei uns begrüßen zu dürfen. Einmal mehr wurde deutlich: Der persönliche Austausch und die intensive gemeinsame Zeit während der Konferenz sind von unschätzbarem Wert für das gesamte Netzwerk.

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